Auf den (Trigger-)Punkt gebracht: Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind das bekannte Volksleiden Nummer eins in Österreich. Nicht zu unterschätzen ist die ‚mentale Ansteckung‘, die sich vor allem aus der häufigen Beschäftigung mit der Thematik ergibt. Eine Alternativmethode zur viel zu oft empfohlenen Operation stellt die sogenannte Trigger-Punkt-Therapie dar.

Wer kennt das nicht? Man sitzt den ganzen Tag im Büro vor dem Computer und plötzlich sind sie da und wollen einfach nicht mehr weggehen: Rückenschmerzen. Sie gelten auch in Österreich als Volksleiden Nummer eins.

Die Ursachen von Rückenschmerzen sind nicht immer physischer Natur, sondern sie können auch aufgrund ständiger Auseinandersetzung mit dem Thema auftreten – es handelt sich in diesem besonderen Fall dann um eine Art ‚mentale Ansteckung‘. Viel zu oft wird von behandelnden Ärzten eine Operation zur Linderung der Schmerzen ins Gespräch gebracht und letztlich auch durchgeführt; die Trigger-Punkt-Therapie hingegen versteht sich als sanfte Alternative, um Rückenschmerzen ein Ende zu setzen.

Zu den Hauptursachen von Rückenschmerzen zählen in den meisten Fällen nicht etwa fehlerhafte Bandscheiben oder eine „schiefe“ Wirbelsäule, sondern vielmehr Dauerstress und psychische Überforderung bei der betroffenen Person. Mentaler Stress kann Verkrampfungen, Verspannungen und Verhärtungen der verkümmerten Muskeln zur Folge haben (Spiegel, Ausgabe 40/2011, S. 132-134).

Ein weiterer Grund für Rückenschmerzen ist eine nicht ausreichend trainierte bzw. mangelhaft durchblutete Rückenmuskulatur, wodurch Knochen und Gelenke bei körperlicher Beanspruchung besonders stark belastet werden. Ein kräftiges Muskelkorsett hingegen stützt nicht nur den Rücken, sondern wirkt sich insgesamt positiv auf die Körperhaltung aus.

‚Die Erwartung bestimmt den Verlauf‘: Oftmals ist eine Verschlimmerung der Schmerzen allein der Tatsache geschuldet, dass der Klient mit der Verstärkung des Leidens rechnet. Der Faktor Psyche ist also nicht zu unterschätzen. Viel zu häufig werden Operationen bei von Rückenschmerzen betroffenen Klienten durchgeführt, die aber in Wahrheit nur selten auch gerechtfertigt sind (Spiegel, Ausgabe 40/2011, S. 135). In der Schulmedizin fallen die Diagnosen oft zu schwerwiegend aus. Es wird ein gravierenderes Krankheitsbild diagnostiziert als in Wirklichkeit gegeben ist. Es bestehen zahlreiche alternative, sanftere Behandlungsmethoden: Allein durch regelmäßige sportliche Betätigung wie etwa Yoga, Pilates, Nordic Walking oder Rückengymnastik lassen sich schon merkliche Fortschritte in der Genesung erzielen.

Doch was, wenn Entstehungs- und Schmerzort nicht dieselben sind? In diesem Fall kann die Trigger-Punkt-Therapie nachhaltigen Erfolg für die betroffene Person bringen. Frau Michaela Raab hat sich in ihrer Praxis ‚Physio Wien‘ auf diese Art der Therapie spezialisiert. Es handelt sich dabei um eine manuelle Behandlungstechnik, die dort ansetzt, wo der Schmerz seinen Ursprung hat.

Unter Triggerpunkten versteht man ‚überempfindliche Stellen in einem tastbar verspannten Bündel von Muskelfasern‘. Diese verursachen beim Klienten sowohl in der Bewegung als auch im Ruhezustand unangenehme Schmerzen, die vom Entstehungsort des Schmerzes in andere Körperregionen ausgestrahlt werden (www.triggerpunkt-therapie.ch). Beispielsweise durch Nadelungen des Triggerpunktes mit Akupunkturnadeln (Schlagwort ‚Dry needling‘) wird versucht, die verhärteten Muskelfasern gezielt zu lösen. Als wirkungsvoll erweist sich die Therapie vor allem durch die exakte Lokalisation und Auflösung der Triggerpunkte. Der Muskel wird durch Druckanwendung aus dem Zustand der dauerhaften Verspannung/Verhärtung befreit. Mit dieser Therapie ist es in vielen Fällen möglich, Rückenschmerzen nachhaltig zu bekämpfen und zu lindern.

Die Trigger-Punkt-Therapie erweist sich somit als gute Alternativbehandlung zu den oftmals zu schnell empfohlenen und nicht notwendigen Operationen. Mit jeder Behandlung steigert der behandelte Muskel seine Schmerzresistenz; auf diese Art und Weise kann in der Regel eine konstante Verbesserung des Zustands des Klienten verzeichnet werden. Die Trigger-Punkt-Therapie eignet sich aus diesen Gründen besonders gut für jene Klienten, die schonende und zugleich wirksame Behandlungsmethoden bevorzugen.