FDM/Schmerztherapie

 

Magdalena Schasche FDM

 

FDM – Neue Ansätze in der Schmerztherapie

FDM bedeutet FaszienDistorsionsModell und ist auch nach dem Gründer als Typaldos Methode bekannt und dient der Therapie von Schmerzen im Bewegungsapparat. Faszien sind Bindegewebsstrukturen, die den gesamten Körper durchziehen. Sie sorgen für Halt und Spannung. Diese Faszien können durch Über- und Fehlbelastungen, Traumen und Operationen verdrehen, verkleben oder sich verrenken.

In der Medizin galten sie bislang als vernachlässigtes „Aschenputtel- Gewebe“, jedoch wurden sie in den letzten Jahren durch viele neue Erkenntnisse im Bereich der Medizin, Fitness und Therapie als Ursache für Bewegungsbeschwerden erkannt. Dadurch ergeben sich viele sinnvolle und effektive Ansätze für Therapie.

Das FDM-Modell ermöglicht eine schnelle Diagnose der Schmerzursache und eine unmittelbare Behandlung der Folgen und Beschwerden.

Jeder Patient drückt diese Schmerzen durch eine gezielte Körpergestik – und Sprache aus. Diese Körpersprache erkennt unser Therapeut und verhilft Ihnen unmittelbare zu einem schmerzfreien Leben.

Das Bindegewebe zeigt sich oft als Sitz der Schmerzursache und dabei sind folgende Verformungen/Distorsionen bekannt:

Nehmen Sie sich etwas Zeit, vielleicht kommt Ihnen das eine oder andere Schmerzmuster bekannt vor.

  1. Oft zeigen Patienten einen lokalen Schmerz (häufig Nacken oder Rücken) durch entlangfahren der Finger an einer Linie – das sind sogenannte Triggerbänder. Dieser Schmerzen äußerst sich ziehend und brennend.
  2. Lokale, punktuelle Schmerzen, sogenannte „hernierte Triggerpunkte“  wirken störend im Gewebe und schränken oft Bewegungen erheblich ein. Der Patient selbst versucht diese oft und typischerweise mit Druck auf die Stelle  zu entlasten. Hernierte Triggerpunkte kommen häufig am Gesäß, Rücken/Nacken (Hexenschuss, steifer Nacken) und Beckenboden (Anzeichen: Harnverlust) vor.
  3. Kleine stechende Punkte, die vom Patienten punktgenau mit einem Finger (meist Zeigefinger) gezeigt werden, werden „Continuum Distorsionen“ geannnt . Häufig werden diese Punkte an der Kniescheibenspitze (Patellaspitzensyndrom) und an der Schulter (Impingement) gezeigt.
  4. Diffus auftretende Schmerzen OHNE schmerzende Druck- bzw. Schmerzpunkte im Gewebe, in der Medizin als „Zylinderdistorsionen“ bezeichnet, wandern und treten häufig nachts auf. Typischerweise streicht, knetet oder zieht der Patient an Hautarealen, wo er den Schmerz empfindet.
  5. Empfindet der Patient eine Blockade in der Tiefe und versucht sich selbst durch Manipulationen “verschränken / krachen“ zu entfalten, so spricht man von „Faltdistorsionen“. Häufiges Auftreten im Rücken- oder Nackenbereich.
  6. Fest sitzende, aber schmerzfreie, Bewegungseinschränkungen z.B. der Schulter (frozen shoulder) die sich über längere Zeit entwickelt haben nennen wir „Tektonische Fixation“. Der Patient kann z.B. seinen Arm einfach nicht mehr über Schulterniveau heben. Die Bewegung wirkt wie gestoppt.

Wie wird behandelt und wie wirkt das FDM Modell?

Direkt nach und abhängig von der Diagnose, mit spezifischen Tests und vertiefenden Fragen, wird mit FDM Grifftechniken gezielt behandelt. Diese Handgriffe können mitunter schmerzhaft sein, der Patient hat aber sofort das Gefühl, dass direkt an seinem Problem gearbeitet wird und sich die Blockaden auflösen.

Welche Vorteile hat das FDM-Modell gegenüber anderen Therapieansätzen ?

In der Regel wird sofort das Problem erkannt und die Therapie wirkt sofort: Der Patient fühlt sich gelöst, die Beweglichkeit verbessert sich und die Belastbarkeit nimmt zu. Bei sportlichen Patienten zeigt sich der Effekt, dass sie ihren Sport schnell wieder aufnehmen können und keine Trainingspause notwendig ist.

Auch bei schwangeren Frauen, die Medikament gar nicht oder nur im geringen Umfang einnehmen können, kann das FDM Modell während der Schwangerschaft schmerzreduzierend wirken.

Sind Übungen notwendig? – Fascial Fitness!

Die Faszie, welche bei jungen Menschen eine wellenförmige Struktur aufweist, verliert im Alter ihre wellenförmige Anlage. Diese Veränderungen gehen mit Verlust der jugendlichen Leichtigkeit, Beweglichkeit und Elastizität einher. Die Faszienforschung zeigt, dass spezifische Übungen aus Kraft, Beweglichkeit und Beschleunigung das Bindegewebe regenerieren können.

Mit adäquaten und regelmäßigen Belastungen kann ein nachhaltiger Umbau unseres Bindegewebes gefördert werden. Unser Bindegewebe gewinnt wieder an Spannkraft und wird straff! Denken Sie dabei an die energiegeladene Bewegung von Kindern oder an geschmeidige Bewegungen einer Katze oder eines Tigers. Wer möchte sich nicht so bewegen können und sich dabei wohl und schön fühlen, da die Haltung deutlich verändert wird?

Wir bei Physiowien setzten Trainingsimpulse mit Kettelbells, Schwunghanteln, Black Rolls Massagebällen und vielen anderen Tools, um ein neues Körpergefühl in unseren Faszien zu wecken. „Noch nie hat es ein solch unkompliziertes Therapiemodell gegeben!“.


Weitere Infos zur FDM auch hier

Oder auch unter folgenden weiterführenden Links:

„Rückenschmerzen. Faszien im Zentrum der Aufmerksamkeit“

„Auf der Spur der Faszien“ – WRD

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